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Rožnava
(deutsch Rosenau, ungarisch Rozsnyó, lateinisch Rosnavia) ist eine Stadt in der Ostslowakei.
Sie
liegt im Rosenauer Kessel (Roznavska kotlina) am Fluss Slan und ist von Gebirgen des Slowakischen Erzgebirges umgegeben (Slowakischer Karst, Volovske vrchy), etwa 75 km
westlich von Kosice. Die Stadt ist eines der Zentren der historischen Region Gemer.
Verwaltungstechnisch gliedert sich die Stadt in die Stadtteile Nadabula (1960
eingemeindet), Rožnava und Roznavska Bana.
Geschichte
Sie wurde 1291 zum ersten Mal als Rosnuobana erwähnt und
1410 zur königlichen Freistadt erhoben. Im Mittelalter war sie eine Bergbaustadt; gefördert wurden zunächst vor allem Gold, Silber und Eisen. Nach dem 16. Jahrhundert kam es
zum Verfall des Bergbaus. Von 1800 bis zum 20. Jahrhundert wurde dann Eisenerz gefördert. Seit 1776 ist die Stadt der Sitz eines Bistums. Bis 1918 gehörte sie im Komitat Gemer
und Kleinhont zum Königreich Ungarn und kam dann zur neu entstandenen Tschechoslowakei. Durch den Ersten Wiener Schiedsspruch war sie von 1938 bis 1945 kurzzeitig wieder ein
Teil von Ungarn.
Sehenswürdigkeiten
Der historische Stadtkern mit Bürgerhäusern liegt um einem mittelalterlichen Platz
(Námestie baníkov, wörtlich: „Platz der Bergleute“) und in den umliegenden Gassen. Zu den größten Sehenswürdigkeiten gehören der Wachtturm im Spätrenaissance-Stil, das alte
Rathaus, der Bischofspalast, ein Kloster, das Gebäude einer ehemaligen Bergkammer und ein weißes Františka-Andrássy-Denkmal. Die bedeutendsten Sakralbauten sind die gotische
Kathedralkirche der Mariä Himmelfahrt aus dem 14. Jahrhundert, die Kirche des Heiligen Franz Xaver und eine klassizistische evangelische Kirche.
Auch in der Umgebung
gibt es verschiedene Ausflugsmöglichkeiten: das Kastell im nördlich gelegenen Ort Betliar, die Burg in der östlich gelegenen Gemeinde Krasnohorske Podhradie oder verschiedene
Natursehenswürdigkeiten, zum Beispiel der Nationalpark Slowakischer Karst mit seinen Höhlen.
Bevölkerung
Bei der
letzten Volkszählung von 2001 hatte die Stadt 19.261 Einwohner, davon 69,27 % Slowaken, 26,80 % Ungarn, 1,59 % Roma, 0,69 % Tschechen und andere. 41,08 % der Einwohner
bekannten sich zur römisch-katholischen Kirche, 12,03 % zur evangelischen Kirche und 32,34 % waren konfessionslos.
Quelle: Wikipedia
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