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Die Geschichte von Leutschau (Quelle : Slovensky Ray.sk )
Das Leutschau von heute ist ein historisches Stadtkulturdenkmal. Leutschau wurde in der Mitte des 13. Jahrhunderts gegründet, nachdem die Tataren Ungarn überzogen und
verwüstet hatten.
Mit der Zeit wurde es die bedeutendste Stadt der Zips. Seit 1271 war hier der Sitz der Selbstverwaltung der 24 Zipser Städte.
Leutschau ist
reich an Gebäuden der Gotik und Renaissance. Hier war das kulturelle Zentrum der Reformationsbewegung in der Slowakei. So gab es hier seit 1624 eine eigene Buchdruckerei. Seit
dann im 17. Jahrhundert die Aufstände gegen Habsburg begannen, setzte der Niedergang der Stadt ein. 1840 war Leutschau der Mittelpunkt der slowakischen
Nationalbewegung, die sich gegen die ungarischen Assimilierung der slowakischen Nation zur Wehr setzte. Die slowakische Nationalhymne von heute erklang damals offiziell das
erste Mal in Leutschau. Leutschau ist mit seinen zahlreichen historischen Baudenkmälern eine der bedeutendsten Städte der Geschichte der Slowakei. Im historischen
Stadtkern findet man mehr als 50 Adelshäusers der Gotik, der Renaissance und des frühen Barock, die Innenhöfe mit Arkaden haben. Die Stadtmauern aus dem 14. und 15.
Jahrhundert sind unversehrt erhalten und haben eine Länge von etwa 2000 Metern. Einige Türme und Basteien sowie das Kaschauer und das Menhardsdorfer Tor sind renoviert worden.
Das gotische Rathaus stammt aus dem 15. Jahrhundert. Einen Umbau im Stil der Renaissance erfuhr es zu Beginn des 17. Jahrhunderts. An der Südseite ist es mit
allegorischen Fresken verziert. Der Glockenturm, 1656-61 errichtet, wurde im 18. Jahrhundert teilweise barockisiert und ist mit dem Rathaus verbunden. Heute ist das Rathaus
ein Museum für Zipser Kultur. Vor dem Gebäude steht der mittelalterliche Pranger, das so genannte „Ketterhäuschen“, aus dem Jahre 1600.
Die Kirche St. Jakob, ein
Nationales Kulturdenkmal, ist die zweitgrößte Kirche in der Slowakei, errichtet vor 1400. Ihre spätgotische Ausstattung, mit einigen Fresken aus dem späten 14. Jahrhundert,
ist einmalig; hauptsächlich natürlich der Hauptaltar, 18.6 m hoch und 8 m breit, vom Anfang des 16. Jahrhunderts.
Die Statuen sind vom Meister Paul aus Leutschau
geschnitzt. Die Statue der Madonna mit dem Kinde (2,47 m groß), die des Heiligen Jakob (2,32 m) und die des Evangelisten Johannes (2,3 m) stehen im Mittelpunkt des Altars.
Reliefverzierungen und Randschnitzereien gibt es auf beiden Altarflügeln. Die Darstellung des Jüngsten Gerichts ist überragend.
Das Kircheninnere ist gut erhalten und
steht unter der Obhut des Museums für sakrale Kunst des Mittelalters. Interessant sind auch die Seitenflügelaltäre mit ihren Statuen und Bemalungen. Der Hauptaltar ist der
größte holzgeschnitzte spätgotische Altar der Welt. Dies Werk des Meisters Paul von Leutschau ist ein Nationales Kulturdenkmal. Das Thurzó-Haus ist eines der
interessantesten in der Innenstadt. Es entstand im 16. Jahrhundert durch den Zusammenbau von zwei einzeln stehenden gotischen Häusern. Seine Attraktion erhält es vornehmlich
durch seine einzigartig gestaltete bilderreiche Fassade. Andere bedeutende Gebäude sind die gotische Minoritenkirche mit dem Kloster aus dem 14. Jahrhundert. Das
Kircheninnere hat eine barocke Gestaltung bekommen, aber es sind auch noch Wandbemalungen der Gotik aus dem 14. und 15. Jahrhundert erhalten. Die Kirche zum Heiligen Geist und
das Minoritenkloster wurden beide in der Nähe der Stadtmauer beim Kaschauer Tor im Jahre 1747 errichtet.
UMGEBUNG: Käsmark/Kežmarok (31 km), Hohe Tatra –
Altschmecks/Starý Smokovec (38 km), Deutschendorf/Poprad (26 km), Zipser Burg (19 km), Kirchdrauf/Spišské Podhradie (15 km), Zipser Kapitel/Spišská Kapitula (15 km),
Schigre/Žehra (19 km), Zipser Neudorf/Spišská Nová Ves (10 km), Schmögen/Smižany (14 km), Georgenberg/Spišský Štvrtok (12 km).
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