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Die erste Beweise für eine Besiedlung des heutigen Territoriums von Kosice können durch archäologische Funde bis zum Ende der Ära der Altsteinzeit belegt werden.

Die erste schriftliche Erwähnung der ungarischen Stadt Kosice erfolgte 1230. Nach der mongolischen Invasion 1241 lud König Bela IV von Ungarn deutschen Kolonisten ein, die Lücken in der Bevölkerung zu füllen und die Wirtschaft wieder zu beleben.

Kosice erhielt 1290 das Stadtrecht, das damals erstmalig in Europa verliehen wurde. Kosice war 1617 die Hauptstadt von Oberungarn.

Die Stadt wuchs schnell wegen der strategischen Lage an einer internationalen Handelsweg von Zentral Ungarn nach Polen. Die vom König gegeben Privilegien förderten stark die Entwicklung des Handwerks.

Gleiches gilt für die militärische Bedeutung und führte zum Bau starken Befestigungsanlagen.

Ebenfalls für das gesamte Geschäftsleben und die Verwaltung Oberungarns erlangte zunehmende Bedeutung (Sitz der königlichen Kammer für Oberungarn). Die ersten üerlieferten Verordnungen wurden 1307 hier registriert und gehören zu den ältesten im Königreich Ungarn.

Als ungarische königliche Freistadt Prankenkreuz Košice des Königs Truppen im entscheidenden Moment die blutige Schlacht von Rozgony 1312 gegen die starken aristokratischen Palatine Amadé Aba.
1347 wurde Kosice zur zweitenn Stadt in der Hierarchie der freien ungarischen königlichen Städte mit den gleichen Rechten wie die Hauptstadt Buda.

1369 erhielt es sein eigenes Wappen durch Louis i. von Ungarn. Es wurde ebenfalls entschieden, daß Frauen den ungarischen Thron erben konnte.

Die größere Bedeutung und der Reichtum der Stadt am Ende des 14. Jahrhunderts werden durch die Entscheidung eutlich, eine völlig neue Kirche auf dem Gelände der die zuvor zerstörten kleineren St. Elisabeth Kirche zu errichten.

Der Bau der größten Kathedrale der im Königreich Ungarn, der Kathedrale von St.-Elisabeth,   wurde durch den Kaiser Sigismund von Luxemburg und durch die Apostolische Kirche selbst unterstützt.

Seit Beginn des fünfzehnten Jahrhunderts spielte die Stadt eine führende Rolle in der Pentapolitana - der Liga der fünf wichtigsten Städte in Oberungarn (Bardejov, Levoca, Kosice, Presov und Sabinov).

Während der Herrschaft von König Matthias Corvinus erreichte die Stadt ihre höchste Bevölkerungszahl im Mittelalter. Mit geschätzten 10.000 ungarischen Einwohnern war Kosice eine der größtenmittelalterlichen Städte in Europa.

Die Geschichte von Košice wurde stark von der dynastischen Auseinandersetzungen über den ungarischen Thron, beeinflusst. Sie wurde oftmals von verschiedenen Heeren belagert und erobert. Die Erfolge waren wechselseitig. Es floss viel Blut.

Eine moderne pentagonale Festung (Zitadelle) wurde durch die Habsburger südlich der Stadt in den 1670er Jahren gebaut. Diese Festung wurde 1713 abgerissen.

Für ein Jahrhundert war Kosice die Hauptstadt von Oberungarn (1563 – 1686 als Sitz des "Kapitanat Oberungarn".

Nach dem Ende der antihabsburgischen Aufstände 1711 drängten die siegreichen österreichischen Armeen die osmanischen Truppen nach Süden zurück.

Durch diese große territoriale Veränderung ergaben sich neue Handelswege, die Kosice umgangen. Die Stadt begann zu zerfallen und eine reiche mittelalterliche Stadt verwandelte sich in eine Provinzstadt, lediglich bekannt als militärischer Stützpunkt.

Der Stadtmauern wurden Schritt für Schritt bis 1856 abgerissen. Nur die  “Henkersbastion” blieb mit wenigen Teile der Mauer bestehen.

1802 wurde die Kosice Sitz der gleichnamigen Bistums. Das Nationaltheater wurde 1899 erbaut.

Die ersten Fabriken wurden in den 1840er Jahren (Zuckerfabriken und Nagel-Fabriken) gegründet. Die erste Telegramm-Nachricht kam 1856 und die Bahn Anbindung der Stadt an Miskolc, Ungarn erfolgte im Jahr 1860. Im Jahre 1873 gab es bereits Bahnverbindungen nach Presov, Zilina und Chop (in der heutigen Ukraine).

Nach dem ersten Weltkrieg und während des schrittweisen Zerfalls der
Österreichisch-Ungarischen Monarchie wurde die Stadt Bestandteil wechselnder territorialer staatlicher Zugehörigkeiten des Gebietes, so auch 1918 Teil der neu gegründeten Tschechoslowakei, 1919 Teil der Slowakische Räterepublik, dann von Ungarn besetzt ...

Kosice wurde nach Ungarn, durch den Ersten Wiener Schiedsspruch, von 1938 bis Frühjahr 1945 abgetreten. Die Stadt wurde am 26 Juni 1941 bombardiert, ein willkommener Vorwand für die ungarische Regierung der Sowjetunion einen Tag später den Krieg zu erklären.

Die deutsche Besetzung Ungarns führte zu die Deportation der gesamten jüdische Bevölkerung von 12.000 und weiteren 2.000 Menschen aus den umliegenden Gebieten mit Viehwagons zur Ermordung in den Konzentrationslagern.

Die Stadt wurde im Januar 1945 von den Sowjets eingenommen und für eine kurze Zeit wurde es eine vorübergehende Hauptstadt der wiederhergestellten Tschechoslowakischen Republik, bis der sowjetischen Roten Armee Prag erreichte.

Nachdem die Kommunistischen Partei in der Tschechoslowakei im Februar 1948 die Macht übernommen hatte, wurde Kosice Teil des Ostblocks. Mehrere heutigen kulturellen Institutionen wurden gegründet und große Wohngebieten rund um die Stadt wurden gebaut. Der Bau und Ausbau der Ost-Slowakischen-Eisenhütte verursacht einen Bevölkerungszuwachs
von ca. 60.000 in 1950 auf ca. 235.000 im Jahr 1991. Vor der Auflösung der Tschechoslowakei (1993) war es die fünftgrößte Stadt in der Föderation.

Im Anschluss an die Samtene Scheidung und die Gründung der Slowakischen Republik wurde Kosice die zweitgrößte Stadt des Landes und Sitz eines Verfassungsgerichts.
Seit 1995 ist es der Sitz der Erzdiozese Koice.

 

 

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