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Nationalpark Pieniny
Dem Pieniny Nationalpark hat ein kleiner Gebirgszug an der Grenze zwischen der Slowakei
und Polen seinen Namen gegeben - die Pieninen. Dieses Gebirge liegt ca. 35 km nordöstlich der
wesentlich bekannteren Hohen Tatra, steht dieser aber in der Schönheit der Natur nicht nach.
Die Pienien sind Teil eines zerklüfteten Gebirgszuges, der zwischen den inneren und äußeren Karpaten liegt.
Die komplizierte geologische Struktur
der Pienien ist der Grund für die Entstehung der Schluchten, Türme und Felsverschiebungen in verschiedensten Formen.
So ist zusammen mit dem Dunajetz
-Durchbruch eine schroffe und romantische Landschaft entstanden.
Der slowakische Nationalpark Pieniny wurde 1967 auf einer Fläche von 21,25 km² gegründet *.
Naturkundlich ist die Landschaft sehr interessant. Zum Beispiel die Artenvielfalt der Pflanzenwelt wird in der Anzahl nur von der Hohen- und Niederen Tatra übertroffen.
Die Fläche der aus weißen, grauen, gelben und roten Kalksteinen bestehenden Pieninen mit
dem höchsten Gipfel Kronenberg (982 m) und die Kleinen Pieninen mit dem Gipfel Wysoka (1052 m) ist nicht komplett Teil des Nationalparks.
Die größte Sehenswürdigkeit der Pieninen ist eindeutig der Dunajecdurchbruch. Der Dunajec
entspringt an den Nordhängen der Tatra in einer Höhe von rund 1700 m und mündet nach 251 km in die Weichsel.
Die Floßfahrt von ca. 9. km auf dem Dunajec von Cerveny Klastor (deutsch Rotes Kloster)
nach Lesnica (deutsch Leschnitz) ist eine der größten Touristenattraktionen. Nach jeder Flußbiegung eröffnen sich neue Ausblicke auf die herrliche Landschaft.
In der Tierwelt der Pieninen haben Schmetterlinge einen besonderen Platz. Mehr als 1600
Arten wurden gezählt. Ein Schmetterling - der Apollofalter - ist deshalb eines der Symbole des Nationalparks.
* Der polnische Nationalpark Pieninen entstand um 1932 zusammen mit angrenzenden
slowakischen Naturschutzgebiet als erster internationaler Naturpark in Europa. Der slowakische Teil wurde 1967 zum Nationalpark deklariert.