Die Eishöhle Dobšiná liegt auf dem Gebiet des Nationalparks Slowakisches Paradies, unweit von der gleichnamigen Gemeinde im südslowakischen Bezirk Roznava.
Sie ist Bestandteil des Karstes von Zips und Gemer. Der Eingang in die Höhle befindet ist auf dem Nordhang des Berges Duca.
Dobsiná zählt zu den bedeutendsten Eishöhlen der Welt.
Die Höhle, im Jahre 1870 vom Bergbauingenieur Eugen Ruffiny gefunden, wurde 1871 für
Besichtigungen zugänglich gemacht. Dobšiná gilt als die erste Höhle in Europa, die mit elektrischer Beleuchtung versehen wurde - und das bereits im Jahr 1887.
Noch eine Besonderheit besteht darin, dass in der Vergangenheit viele bedeutende
Persönlichkeiten diese Eishöhle besichtigt haben - so zum Beispiel im 19. Jahrhundert der Prinz
von Sachsen Gotha oder der Erbauer des Sueskanals Lesseps und zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Polarforscher Fridjof Nansen.
Die Höhle ist durch die Eisausfüllung mit einem Volumen von rund 110.130 Kubikmetern einzigartig.
Die maximale Dicke der Eisschicht beträgt 26,5 m und
ist im Grossen Saal der Höhle zu sehen.
Das Bodeneis ist durch eine feine Schichtigkeit gekennzeichnet, die den Wechsel von Zeitabschnitten
mit unterschiedlichen Bedingungen die Eisbildung widerspiegelt.
Ausser Bodeneis sind mächtige Eispfeiler, Vorhänge,
Eisfälle, Eisstalagmite und andere Gebilde sehenswert.
Ein einmaliges Erlebnis ist der Durchgang durch Eis-Korridore und Tunnel.
Die Gesamtlänge der Eishöhle Dobšiná beträgt 1232 Meter, wovon jedoch nur 475 m öffentlich
zugänglich sind. Der Höhenunterschied zwischen der höchst- und der am tiefsten gelegenen Stelle beträgt 110 Meter.
Die Höhle hat auch einen nichtvereisten Teil. Von der Entstehungsgeschichte her ist sie
Bestandteil des Höhlensystems, zu dem z. B. auch die zweitlängste Höhle der Slowakei - die
Höhle Stratena gehört. Die Eishöhle Dobsiná gilt als eine bedeutende Überwinterungsstätte der Fledermausarten Myotis mystacinus und Myotis brandti in der Slowakei.
Die Eishöhle Dobsiná ist ab Mitte Mai bis Ende September zu besichtigen. Am 29. November 2000 wurde sie in die Liste des UNESCO - Weltnaturerbes eingetragen.