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Slowakische Republik - Gesundheit in der Bergwelt
Die Slowakei ist flächenmäßig nicht groß, doch reich an Attraktionen für den Fremdenverkehr wie auch an Möglichkeiten zur Erholung und Rekreation.
Man findet hier hohe, zerklüftete Berggipfel des kleinsten Hochgebirges - der Tatra, dichte Wälder mit Heilklima, Seen und Gebirgsflüsse.
Unter der Erdoberfläche befinden sich tief versteckte Schätze in Form von bizarren Höhlengebirgen und Naturquellen mit Mineral- und Thermalwasser, was auf die vulkanische
Tätigkeit in der Tertiärzeit im Karpatenbogen zurückzuführen ist.
An den Mineral- und Thermalquellen wurden im Laufe der Zeit Badeorte und
Zentren der Gesundheit und Erholung gebaut.
Im östlichen Teil der Slowakei enstanden die Heilbäder Bardejov, im mittleren Waagteil Piestany,
Trencianske Teplice und Nimnica, in den Talkesseln der Karpaten Rajecké Teplice, Bojnice,
Turcianske Teplice, Silac, Sklené Teplice und Vysné Ruzbachy. In den Tälern der Bergmassive
wurden günstige Naturbedingungen für die Heilbäder Lúcky, Korytnica und Brusno vorgefunden, im Gebiet des inneren Karpatenbogens für die Bäder Dudince und Ciz.
Außer dem Wasser wirkt in der Slowakei auch das Heilklima der slowakischen Luftkurorte auf den
menschlichen Organismus. Die Luftkurorte werden besonders von den Kur- und Erholungszentren
der Vysoké Tatry (Hohen Tatra) - Nový Smokovec, Strbské Pleso, Stós Lucivná - repräsentiert.
Ein Großteil der Kurzentren kann sich mit einer bis in das Mittelalter reichenden Geschichte
rühmen. Nach den ältesten schriftlichen Aufzeichnungen begann die Geschichte der Badekuren
bei einigen Thermalquellen auf dem Gebiet der Slowakei schon zu Ende des 14. und zu Beginn des 15. Jahrhunderts. Es handelte sich um provisorische Badeobjekte - kleine Becken,
ausgehobene Gruben sowie Holzwannen und Zuber -, gefüllt mit Thermalwasser. Gebadet und kuriert wurde unter freiem Himmel. Allmählich entstanden ganze Badeorte.
Zum Kolorit der Badekur gehört auch das Kultur- und Gesellschaftsleben. Alle slowakischen
Kurorte, von denen viele Weltruf erreicht haben, bieten ihren Gästen nicht nur eine Anzahl von
Heilprozeduren zur Verbesserung der Gesundheit, sondern auch Aufenthalte zur Regenerierung,
Erholung für die ganze Familie in einer reinen Umwelt, Möglichkeiten einer aktiven Beteiligung beim Sport.
Das kleinste Hochgebirge in Europa
Das Tatra-Gebirge dominiert markant den nördlichen Teil der Slowakischen Republik.
Als Bestandteil des mächtigen, ungefähr 1.200 km langen
Karpatenbogens stellt die Tatra sein höchstes Gebirge dar, wobei die natürliche Grenze zwischen der Slowakei und Polen auf dem Hauptkamm eines Teils des Gebirges verläuft.
Auf verhältnismäßig kleinem Raum (786 qkm, davon 550 qkm auf slowakischem Gebiet) sind viele natürliche Sehenswürdigkeiten sowie reiche und eigenartige
Fauna und Flora konzentriert.
Dabei darf man die reine Hochgebirgsluft nicht vergessen.
Ihre heilende Wirkung hat schon in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts der Gründer der
Klimatotherapie, der Arzt Nikolaus Szontágh, entdeckt und in Nový Smokovec den ersten
Luftkurort errichtet. Gegenwärtig befinden sich im Gebiet der Hohen Tatra viele bedeutende
Heilstätten, die sich auf die Heilung oberer Atemwegs- und Lungenkrankheiten spezialisiert haben.
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